Bei der Auswahl der richtigen Lösung geht es nie nur darum, was ein Produkt leisten kann. Es geht auch darum, zu wissen, wo es möglicherweise nicht optimal geeignet ist. TURBOFLEX bietet leistungsstarke Funktionen, die Effizienz und Innovation fördern können, aber wie jede Investition ist es keine Einheitslösung für alle Fälle. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen, indem er fünf spezifische Situationen aufzeigt, in denen es möglicherweise nicht den erwarteten Nutzen bringt. Wenn Sie diese Grenzen kennen, können Sie besser beurteilen, ob TURBOFLEX wirklich zu Ihren Geschäftszielen passt.
1. TURBOFLEX unterstützt kein Glas außerhalb der Maße 15–21,52 mm.
Das System ist für eine Standardglasdicke zwischen 15 mm und 21,52 mm optimiert. Wenn Ihr Projekt Verbundglas oder gehärtetes Glas außerhalb dieses Bereichs erfordert (z. B. 25,52 mm, 12 mm monolithisch), bieten die internen Dichtungen und Klemmen des Systems möglicherweise keine sichere Befestigung oder erfordern nachträgliche Anpassungen. Sie können dies zwar mit maßgefertigten Dichtungen ausgleichen, dies erfordert jedoch zusätzlichen manuellen Aufwand und untergräbt den Hauptvorteil von TURBOFLEX: die einfache Plug-and-Play-Funktionalität.
Alternative: Wählen Sie ONLEVEL-Profile, die mit unserem Flex Fit-Sortiment kompatibel sind, oder wenden Sie sich an unseren technischen Support.

2. TURBOFLEX ist für vollständig eingelassene Bodeninstallationen überdimensioniert
Vollständig eingelassene Bodenlösungen erfordern weder die strukturelle Belastbarkeit noch die erweiterten Eigenschaften von TURBOFLEX. In solchen Anwendungen bedeutet der Einsatz von TURBOFLEX häufig eine Investition in Leistungsmerkmale, die nicht erforderlich sind.
Alternative: ONLEVEL TL-1010 ist die effiziente, normgerechte Lösung für eingelassene Anwendungen.

3. TURBOFLEX ist möglicherweise nicht die richtige Wahl für budgetorientierte Projekte
TURBOFLEX senkt Kosten durch Zeitersparnis. Wenn jedoch die Arbeitskosten gering sind und die Projektzeitpläne flexibel bleiben, kann sich die höhere Anfangsinvestition wirtschaftlich nicht auszahlen.
Alternative: Einfachere Glasgeländersysteme wie TL-6080, klassische Glashalter oder Pfostensysteme bieten zuverlässige Ergebnisse bei deutlich geringeren Systemkosten.

4. TURBOFLEX ist nicht für gebogenes Glas geeignet
TURBOFLEX wurde für gerade Linienführungen konzipiert und lässt sich nicht an gebogene Geländerlösungen anpassen. Modifikationsversuche können die Performance beeinträchtigen und sicherheitsrelevante Risiken verursachen.
Alternative: Das ONLEVEL Bend-Fit System wurde speziell für Anwendungen mit gebogenem Glas entwickelt und gewährleistet eine sichere, normgerechte Umsetzung.

5. TURBOFLEX mit dem Profil TF-6620 ist nicht für die Montage auf Holz zugelassen oder empfohlen
TURBOFLEX in der Konfiguration TF-6620 ist weder zertifiziert noch empfohlen für den Einsatz auf Holz oder anderen leichten Untergründen wie CLT (Cross-Laminated Timber) oder Hohlkammerdecken.
Die einzige für Holzuntergründe freigegebene TURBOFLEX-Variante ist die seitliche Montage mit dem Profil TF-6621.
Der Grund: Das System erfordert eine hohe Auszugfestigkeit der Befestigung. Holz und leichte Substrate können diese Anforderungen nicht dauerhaft und zuverlässig erfüllen. Eine Montage auf Holz birgt daher erhebliche Risiken, darunter:
- Strukturelles Versagen
- Probleme bei Abnahmen und Inspektionen
- Verlust von Gewährleistungsansprüchen
- Zusätzliche manuelle Verstärkungen – was den Plug-and-Play-Vorteil von TURBOFLEX vollständig aufhebt
Alternative: Für Holz- und Leichtbauanwendungen empfehlen sich TL-3010 (Top-Mount) oder TL-3011 / TF-6621 (Side-Mount). Je nach Projektanforderung können RAMPA-Muffen oder Gewindestangen mit Grundplatte eingesetzt werden, um eine sichere und normgerechte Befestigung zu gewährleisten.
